Minimal-invasive Katarakt-Chirurgie
In Polen werden jährlich etwa 3.000 Kataraktoperationen pro eine Million Einwohner durchgeführt. Weltweit sind 20 Millionen Menschen aller Altersgruppen betroffen, und der Graue Star ist die häufigste Ursache für – glücklicherweise reversible – Erblindung (ca. 48 %). In Polen hingegen wird die Zahl der Betroffenen auf etwa 800 000 Menschen geschätzt.
Man schätzt, dass etwa 35-40% der Patienten, die sich einer Kataraktoperation unterziehen, gleichzeitig eine Astigmatismus zwischen 0,75 und 3,0 Dioptrien haben, und 15-29% der Patienten haben einen Astigmatismus von mehr als 1,5 Dioptrien. Die Kombination von Katarakt (Augenerkrankung) und Astigmatismus (Sehbehinderung) ist für ältere Patienten eine sehr schwierige Erfahrung. Sie sind in ihren alltäglichen Verrichtungen erheblich beeinträchtigt: selbst das Navigieren in der unmittelbaren Umgebung ist eine Herausforderung.
Beschränkungen für Behandlungen, die vom Nationalen Gesundheitsfonds erstattet werden
Wichtig aus Sicht der Patienten ist daher, dass ein Premium-Verfahren, d.h. die Implantation von Kunstlinsen, die gleichzeitig die gesamte Sehschwäche korrigieren, im Rahmen der von der staatlichen Krankenkasse erstatteten Verfahren nicht möglich ist. Deshalb entscheiden sich die Patienten oft dafür, den Eingriff in einer privaten Einrichtung durchführen zu lassen, wo sie diese Möglichkeit haben.
Bei der Kataraktoperation kann nicht nur Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigiert werden, sondern auch Astigmatismus und Presbyopie. Die Implantation von torischen Linsen, d.h. Linsen, die nicht nur den sphärischen Fehler (Kurzsichtigkeit/Weitsichtigkeit), sondern auch die Unverträglichkeit (Astigmatismus) ausgleichen, ermöglicht die Entfernung des Grauen Stars und die Korrektur von Sehfehlern in einem einzigen Eingriff.
Die Kataraktoperation ist die einzige Möglichkeit zur Behandlung des Grauen Stars
Bei der Kataraktoperation wird die trübe natürliche Linse des Auges entfernt und eine moderne Kunstlinse implantiert. Die Intraokularlinse wird nur einmal im Leben implantiert, daher ist die richtige Wahl der Linse entscheidend für die Qualität des Sehens nach der Operation.
Eine der modernen Behandlungen für Katarakte ist die Phakoemulsifikation.
Je gründlicher die Erstuntersuchung, desto besser ist das Ergebnis der Operation. Eine genaue Diagnose des Auges hat einen großen Einfluss auf den Verlauf der Operation. Dazu werden die einzelnen Strukturen des Auges, einschließlich der Netzhaut und des Sehnervs, mit Hilfe eines OCT-Augentomographen abgebildet. Die Auflösung des OCT ist 10 Mal höher als die des Ultraschalls. Das Ergebnis kann mit einem histologischen Bild der Netzhaut verglichen werden. Die Untersuchung ist berührungslos und wird ambulant durchgeführt. Es dauert nur ein paar Minuten, aber es ist viel Erfahrung seitens des beurteilenden Arztes erforderlich, um die Ergebnisse richtig zu beurteilen.
Es wird empfohlen, dass Kontaktlinsenträger vor der Untersuchung eine zweiwöchige Kontaktlinsenpause einlegen.
Am Tag der Kataraktoperation erhält der Patient desinfizierende Augentropfen, Haare und Körper werden bedeckt und die Haut um das Auge, an dem die Operation durchgeführt wird, wird desinfiziert. Das Auge wird mit einer speziellen Sklera fixiert. Mit Hilfe eines Operationsmikroskops macht der Arzt einen kleinen Schnitt am äußeren Rand des Auges, um an die natürliche Linse zu gelangen.
Die Linse befindet sich in der Linsenkapsel, die der Chirurg durch einen kreisförmigen Einschnitt (Kapsulotomie) öffnet. Um die natürliche Linse des Auges zu entfernen, wird sie zunächst mit Ultraschall zerkleinert und dann abgesaugt. Anstelle der entfernten Linse wird eine neue Linse eingesetzt – eine flexible, einziehbare Acryllinse, die sich im natürlichen Linsensack von selbst entfaltet und sich an der richtigen Stelle im Augapfel ansetzt. Der Einschnitt ist minimal (1,5 bis 3 mm).
Denken Sie daran: Im Rahmen der Behandlung in einer Privatpraxis haben Patienten die Wahl zwischen vielen Arten von Linsen, die gelegentlich Sehschwächen korrigieren können, wie z. B. MyopieWeitsichtigkeit oder Astigmatismus, sowie Alterssichtigkeit.