Behandlung von Weitsichtigkeit
Warschau · Krakau · Wien · Zürich
Hyperopie (Weitsichtigkeit) führt dazu, dass das Bild hinter der Netzhaut entsteht, wodurch die Sicht unscharf wird – sowohl nah als auch fern. Die Ursache kann ein zu kurzer Augapfel oder eine unzureichende Brechkraft der Hornhaut oder Linse sein.
Moderne Korrekturmethoden ermöglichen es, eine klare Sicht und den Komfort des täglichen Lebens effektiv wiederherzustellen – ohne ständige Anstrengung der Augen.
Was ist Hyperopie (Weitsichtigkeit)?
Hyperopie (Hypermetropie, Hyperopia), auch Weitsichtigkeit genannt, ist ein Sehfehler, bei dem parallele Lichtstrahlen, die ins Auge fallen, nach dem Durchgang durch die optischen Medien des Auges nicht auf der Netzhaut, sondern dahinter gebrochen werden, wodurch das auf der Netzhaut entstehende Bild unscharf ist. Die Ursache hierfür kann ein zu kurzer Augapfel oder eine zu geringe Brechkraft der Hornhaut oder Linse sein. Obwohl man sagt, dass ein Weitsichtiger – im Gegensatz zu einem Kurzsichtigen – Schwierigkeiten hat, nahe Objekte klar zu sehen, hat er meistens Probleme, Objekte aus jeder Entfernung klar wahrzunehmen.
Je nach Ausmaß des Sehfehlers unterscheidet man folgende Arten der Hyperopie:
- gering (bis +2,5 D)
- mittel (+2,5 D bis +6,0 D)
- hoch (über +6,0 D)
Weitsichtigkeit bei Kindern und Hyperopie bei Erwachsenen
Bei Kindern bis zum 3. Lebensjahr tritt die sogenannte physiologische Hyperopie auf, die jedoch mit dem Wachstum des Augapfels zurückgehen sollte (die Augen sollten einen Emmetropisierungsprozess durchlaufen, d.h. die Hyperopie abbauen, um einen Zustand ohne Sehfehler zu erreichen). Geschieht dies nicht, verschwindet der Fehler nicht, sondern vertieft sich, und eine Korrektur ist notwendig. Es wird geschätzt, dass etwa 90 % der jüngsten Kinder weitsichtig sind, und dieser Prozentsatz sinkt im Alter von 8–10 Jahren auf 40–50 %.
Aufgrund der hohen Akkommodationsfähigkeit kann sie lange Zeit unentdeckt bleiben. Eltern sollten daher auf Symptome wie Abneigung gegen das Lesen und Blättern in Büchern, schnelle Ermüdung der Augen oder Schielen achten. Letzteres Symptom tritt auf, wenn beispielsweise der Sehfehler in beiden Augen unterschiedlich ist (Anisometropie) oder wenn einer der Augäpfel eine Unterentwicklung des Sehnervs aufweist. Das schwächere Auge hört auf zu arbeiten, wird vom Sehprozess ausgeschlossen, weil das Gehirn das stärkere, leistungsfähigere, besser sehende Auge „auswählt“. Dann können wir ein Abweichen eines Auges beobachten.
Ein schneller Besuch beim Augenarzt ist notwendig, da eine solche Situation zu Störungen des binokularen Sehens und/oder des räumlichen Sehens (Stereopsis) führen kann. Bei Auftreten von Schielen gilt: Je schneller die augenärztliche Intervention, desto größer ist die Chance, eine Monokularität (Sehen nur mit einem Auge) zu vermeiden, die in Zukunft die Ausübung vieler Berufe, z.B. als Fahrer, unmöglich machen könnte.
Im Alter von 25 bis 40 Jahren ist ein typisches Symptom der Hyperopie ein schlechteres Sehen in der Nähe. Nach dem 40. Lebensjahr äußert sich die Hyperopie durch schlechtes Sehen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe (aufgrund einer Schwächung der Akkommodation). Ein separates ophthalmologisches Problem ist die sogenannte Altersweitsichtigkeit (Presbyopie), die kein Sehfehler ist, sondern eine Reihe von altersbedingten Veränderungen im menschlichen Auge. Sie kann auch bei Personen auftreten, die nie einen Sehfehler diagnostiziert bekommen haben.
Wie wird Hyperopie diagnostiziert?
Bei Kindern erfordert die Diagnose von Weitsichtigkeit eine vorübergehende Lähmung des Ziliarmuskels, d.h. eine Lähmung der Akkommodationsfähigkeit (sogenannter Zustand der Zykloplegie). Der Augenarzt oder Optometrist tropft ein geeignetes Präparat (z.B. Tropicamid oder Atropin) ins Auge und führt eine Skiaskopie (manuelles Projizieren eines Lichtstrahls auf den Augenhintergrund und Beobachten der Bewegungsrichtung des roten Reflexes vom Augenhintergrund innerhalb der Pupille; hierfür werden spezielle Leisten/Lineale oder ein Hess-Rad mit darin eingesetzten Linsen unterschiedlicher Stärke verwendet) oder eine Refraktometrie (gleiches Untersuchungsprinzip, aber computergestützt) durch. Bei Erwachsenen ist eine Lähmung der Akkommodationsfähigkeit nicht notwendig.
Methoden zur Korrektur von Weitsichtigkeit
Weitsichtigen werden Brillen mit konvexen Linsen, also „Plusgläser“, verschrieben, die in der Mitte dicker sind als am Rand. Eine solche Linse bündelt das Licht und verschiebt den Brennpunkt auf die Netzhaut. Kontaktlinsen erzielen gute Ergebnisse, da sie bei Weitsichtigen das Gesichtsfeld nicht einschränken, was Brillen tun. Ein ähnliches Phänomen tritt auch bei Kurzsichtigen auf. In beiden Fällen gilt: Je größer der Sehfehler, desto besser sieht der Patient mit Kontaktlinsen.
Hyperopie kann auch mit Laserbehandlungen korrigiert werden.
Unter Berücksichtigung des Krankheitsgrades kann der Grad der Weitsichtigkeit als niedrig eingestuft werden, wenn der Dioptrienwert nicht höher als +2,0 ist, und als hoch, wenn sein Wert +5,0 überschreitet. Die Behandlungsmethode hängt von der Dioptrienzahl ab und wird individuell während der Voruntersuchung und Konsultation mit dem Arzt festgelegt. Bei der Behandlung von Weitsichtigkeit mit einem Augenlaser wird eine größere Krümmung erzeugt, die die Brechkraft des Auges erhöht und somit den Komfort und die Sehschärfe verbessert.
Laserbehandlungsmethoden für Hyperopie
LASIK
Zweistufige Technik; die Hornhaut wird mit einem Skalpell (Mikrokeratom) eingeschnitten, und anschließend wird die Hornhautoberfläche so modelliert, dass sie das Bild korrekt auf die Netzhaut fokussieren kann.
FemtoLASIK
Mit einem präzisen Femtosekundenlaser führt der Chirurg einen Schnitt in die Hornhaut durch, wodurch ein dünner Flap von 0,1 mm Dicke entsteht. Er verwendet einen Excimerlaser, um die zuvor freigelegte Hornhaut für einige Sekunden zu modellieren, anschließend wird der Flap wieder geschlossen; er haftet an und bildet eine schützende Hornhautbarriere.
Alternative Methoden zur Sehkorrektur
Personen, die für eine Laser-Sehkorrektur nicht infrage kommen, können sich für phake Linsen (spezielle Linsen aus Collamer (ILC)-Material, die die Korrektur von Astigmatismus und schwerwiegenden Sehstörungen mit einer Dioptrienzahl von mehr als -8 und +3 ermöglichen) entscheiden. Bei starker Weitsichtigkeit werden auch intraokulare Implantate eingesetzt.
Refraktiver Linsenaustausch (RLA)
Beim refraktiven Linsenaustausch (RLA) wird die natürliche Linse durch einen kleinen Schnitt in der Hornhaut abgesaugt und durch eine Linse aus einem kompatiblen Kunststoff (Acrylat) ersetzt.