Fundusuntersuchung
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Die Fundusuntersuchung, auch Ophthalmoskopie oder Funduskopie genannt, wird durchgeführt, um verschiedene systemische Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Arteriosklerose, arteriellen und intrakraniellen Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis zu diagnostizieren und Anomalien in der Struktur und Funktion der Netzhaut, Aderhaut und des Sehnervs zu erkennen.
Moderne Methoden der Fundusdiagnostik
Das erste Ophthalmoskop wurde 1851 von Helmholtz erfunden. Moderne Augenärzte nutzen verschiedene Techniken zur Fundusuntersuchung. Dazu gehören: direkte und indirekte Ophthalmoskopie, Fundusfotografie mittels Funduskamera, Autofluoreszenz, Fluoreszenzangiographie, Indocyaningrün-Angiographie, konfokale Scanning-Laser-Ophthalmoskopie (HRT, Heidelberg Retina Tomograph), optische Kohärenztomographie der Netzhaut (OCT, Optical Coherence Tomography), Ultraschall des Auges. Einige dieser Techniken erfordern keine Pupillenerweiterung (Mydriasis).
Methoden der Fundusuntersuchung
Zu den am häufigsten verwendeten Untersuchungsmethoden gehören:
Die direkte Ophthalmoskopie erfolgt mittels eines Ophthalmoskops. Das Ophthalmoskop verfügt über eingebaute Filter zur Reduzierung der Lichtintensität sowie Farbfilter: grün – zur besseren Beobachtung von Nervenfasern und kleinen Netzhautgefäßen, kobaltblau – hilfreich bei der Untersuchung mit Fluoreszein. Das erhaltene Bild des Augenhintergrunds ist aufrecht und stark vergrößert.
Die indirekte Ophthalmoskopie wird an der Spaltlampe (Biomikroskop) durchgeführt. Der Arzt kann auch eine spezielle Sammellinse verwenden, die er vor dem zu untersuchenden Auge des Patienten hält (kontaktlos), oder ein spezielles Goldmann-Dreispiegelglas (zentral angeordnete Sammellinse, umgeben von drei Spiegeln), das nach vorheriger lokaler Betäubung auf das Auge gesetzt wird. Diese Methode ermöglicht eine räumliche (stereoskopische) Betrachtung des Augeninneren.
Untersuchung mit dem Fison-Ophthalmoskop
Das Fison-Ophthalmoskop ist ein Gerät in Form einer speziellen Brille mit Lichtquelle, die der Augenarzt an einem Helm befestigt auf dem Kopf trägt. Zusätzlich verwendet er eine Sammellinse, die er vor dem zu untersuchenden Auge des Patienten hält.
Funduskamera in der Fundusdiagnostik
Die Funduskamera hingegen ist ein Gerät, das hochauflösende Farbbilder des Auges erstellt. In diesem Fall ist eine Pupillenerweiterung unnötig. Die Swiss Laser Klinik verfügt über das CLARUS 700 Gerät von ZEISS. Dies ist eine vielseitige Ultra-Weitwinkel-Netzhautkamera für Augenärzte, die die Aufnahme von Ultra-Weitwinkelbildern (bis zu 210 Grad) in unvergleichlicher Qualität und zusätzlich in Farbe ermöglicht.
Indikationen für eine Fundusuntersuchung
Zu den Indikationen für eine Fundusuntersuchung gehören:
- das Vorhandensein von Krankheiten, bei denen es zu Veränderungen am Augenhintergrund kommt: (arterielle Hypertonie, Diabetes, Blutkrankheiten, Kollagenosen),
- Erkrankungen des zentralen Nervensystems mit abnormaler Pupillenreaktion auf Licht,
- die Anwendung bestimmter Medikamente (z.B. bei Krebserkrankungen),
- Kopfverletzungen,
- intrakranielle Tumoren,
- Gleichgewichtsstörungen,
- Störungen des Farbsehens, Sehstörungen, Gesichtsfeldausfälle im zentralen oder peripheren Bereich,
- wiederkehrende Kopfschmerzen,
- Gleichgewichtsstörungen,
- Kurzsichtigkeit über 3,5 Dioptrien.
Wer sollte eine Fundusuntersuchung durchführen lassen?
Es ist wichtig zu beachten, dass jedes zu früh geborene Kind, d.h. jedes Frühgeborene, eine Fundusuntersuchung erhalten sollte. Es ist auch ratsam, diese bei Personen nach Bewusstlosigkeit durchzuführen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei allen anderen Personen aus der Risikogruppe sollten mindestens alle 2-3 Jahre erfolgen.
HINWEIS: Nach einer Fundusuntersuchung, die die Verabreichung pupillenerweiternder Tropfen erfordert, sollten Sie keine Kraftfahrzeuge führen, nicht am Computer arbeiten und keine Maschinen bedienen, bis die normale Sehkraft wiederhergestellt ist (in der Regel tritt eine Besserung 4 – 6 Stunden nach Anwendung des Präparats ein).
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